Ugandareise 2009 - Rückblick von Mirko Nikolai


Uganda - die Perle Afrikas

Die Afrikareise war in zweierlei Hinsicht eine spannende Reise. Zum Einen war es meine erste Reise außerhalb Europas. Zum anderen wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Mir schwirrten Fragen und Bedenken durch den Kopf: Ist es überhaupt möglich in dieser Schule für hörgeschädigte Kinder Hörgeräte anzupassen? Was ist mit der Nachkontrolle? Haben die Kinder überhaupt Lust zu hören? Oder sind sie schon zu lange daran gewöhnt ohne Hörgeräte klar zu kommen? Und: gibt es überhaupt Strom um Messungen vorzunehmen?

Am 27.02.2009 traten wir unsere Reise an. Der 10-stündige Flug mit Zwischenlandung in Addis Abeba (Äthiopien) verlief ohne Probleme. Als wir am ugandischen Flughafen in Entebbe ankamen, wurden wir bereits von Sr. Immaculate, der Schulleiterin der St. Mark VII School in Bwanda/Masaka, sowie weiteren Kollegen herzlich empfangen. Es erwartete uns noch eine dreistündige Autofahrt vom Flughafen. An der Schule angekommen, fielen wir dann hundemüde in unsere Betten.

Am nächsten Tag standen wir früh auf, um so bald wie möglich zur Schule und zu den Kindern zu gehen. Dort wurden wir mit ugandischen Tänzen und offenen Armen empfangen und die Gastfreundschaft der Schüler und Lehrer war deutlich zu spüren.

Das nächste was mich interessierte war: "Habt Ihr hier Strom an der Schule? Und: Gibt es eine Möglichkeit Messungen vorzunehmen?" Diese Fragen wurden mir sofort bejaht. Das Zimmer von Sr. Immaculate diente als Messraum und eignete sich dafür hervorragend. Es wurden Pläne geschmiedet für die nächsten Tage.

Am Montag ging es auch gleich los. Teddy, eine Lehrerin, half mir mit der Planung und Umsetzung. Sie sorgte dafür, dass die Kinder für die Messungen zu uns kamen. Zwei Tage wurde nur gemessen. Zum Glück gab es keine Probleme mit dem Strom! Danach habe ich von den Kindern mit den meisten Hörresten Abdrücke genommen, um dann Ohrpassstücke herzustellen.

Am Mittwoch und Donnerstag wurden dann Hörgeräte angepasst. Ich war selbst sehr aufgeregt. Als das erste Hörgerät angepasst war, lief mir ein kalter Schauer über den Rücken! Ich habe in meinem bis jetzigen Leben viele Hörgeräte angepasst, aber so eine Reaktion bekam ich noch nie! Die Reaktionen der Kinder waren großartig: sie lachten, lautierten und sangen! Es war ein sehr bewegender Moment. Die Freude der Kinder war riesengroß und damit auch der Erfolg für mich! Alle Zweifel, die ich im Vorhinein hatte, waren auf einmal weg. Und auch an den darauffolgenden Tagen erfuhr ich die die Freude und Dankbarkeit der Kinder immer wieder neu.

Zum Abschied bekam ich noch ein tolles Geschenk: ein extra angefertigtes ugandisches Hemd. Eine tolle Erinnerung an diese unvergessliche Reise.

Ich würde jederzeit wieder eine solche Reise unternehmen und hoffe, dass sich die Möglichkeit irgendwann noch einmal anbietet.

Am Montag ging es auch gleich los. Teddy, eine Lehrerin, half mir mit der Planung und Umsetzung. Sie sorgte dafür, dass die Kinder für die Messungen zu uns kamen. Zwei Tage wurde nur gemessen. Zum Glück gab es keine Probleme mit dem Strom! Danach habe ich von den Kindern mit den meisten Hörresten Abdrücke genommen, um dann Ohrpassstücke herzustellen.

Mirko Nikolai mit einem Kind
Mirko Nikolai,
Hörgerätakustiker bei Huth & Dickert Würzburg