Hilfe für Masaka/Uganda und Addis Abeba/Äthiopien
Wenn Sie die Langfassung lesen möchten, können Sie den Originalbericht aus der Deutschen Gehörlosen Zeitung betrachten (wegen längerer Ladezeiten nur für DSL-Anwender zu empfehlen).
Im Fernsehen und in den Zeitungen wird immer wieder von Spenden für die Afrika-Hilfe berichtet. Ich fragte mich, wo bleibt die Hilfe für die afrikanischen Gehörlosen?
2000 machte ich gemeinsam mit vier Gehörlosen eine sechswöchige Reise durch die afrikanischen Ländern Eritrea, Äthiopien, Tansania und Uganda. Wir erforschten die Lebensbedingungen der Gehörlosen in Afrika.
Wir flogen zuerst nach Uganda, dort wurden wir von Vertretern des Gehörlosenverbandes Kampala begrüßt. Wir fuhren gemeinsam ins Gehörlosenzentrum, wo wir über die Situation der Gehörlosenschule sprachen. Es wurde uns mitgeteilt, dass die Gehörlosenschule in Bwanda/Masaka dringend Hilfe benötigt. Die Gehörlosen in Bwanda sind zusammen mit hörenden Schülern in einem Haus untergebracht.
Die Gehörlosenschule wurde im März 1996 mit zwölf Schülern und zwei Klassenlehrern eröffnet. Die Unterrichtsfächer sind wie bei hörenden Kindern: Mathematik, Heimat- und Sachkunde, Musik, Physik und Gebärdensprache.
Neubau einer Gehörlosenschule in Masaka (Aufgenommen am 03.03.00)
Rohbau einer neuen Schule
1998 wurden bereits 30 Schüler in drei Klassen betreut.
1999 waren es vier Grundschulklassen und 15 neu eingestufte Schüler. Sie konnten zunächst auch gut bei hörenden Schülern integriert werden. Die Kinder werden auch im Schneidern, Weben, Stricken, Sticken und Gartenarbeit unterrichtet. So sollen sie die Fähigkeiten erlernen, mit denen sie in Zukunft Selbstständikeit erlangen können.
Die Schule nimmt Kinder im Alter von 6-12 Jahren auf. Die Schulzeit beträgt 7 Jahre. Der Zuwachs an Schülern ist rasant. Inzwischen werden 84 Schüler unterrichtet und es gibt eine Warteliste für die neue 5.Klasse.
Schulunterricht in Mathe. Bwanda in Masaka - Uganda
Im Gespräch erfuhren wir, dass etwa 10 Kinder Waisen sind und andere aus sehr ärmlichen Familien stammen, die sicher das Schulgeld nicht bezahlen können. Es würden noch mehr Schüler die Schule besuchen, wenn ihre Eltern die von der Schule verlangten Voraussetzungen erfüllen könnten.
Während der Ferien verbringen die Schüler die Zeit bei ihren Eltern, Verwandten oder Großeltern. Es ist auch der Wunsch der Schulleitung, dass die Kinder soviel Zeit wie möglich bei ihren Familien verbringen.
Ziele und Vorsätze
Das Hauptziel unserer Afrika-Hilfe ist die Schule für Hörgeschädigte in der Umgebung der Orte Rakai, Ssembabule, Kalangala und Masaka. Die Kinder sollen keine Analphabeten bleiben und Schreiben und Lesen lernen. Auch die Bevölkerung wünscht sich, dass die gehörlosen Kinder eingeschult werden und so gut wie möglich wie in normalen Schulen ausgebildet werden, damit sie sich mit den erworbenen Fähigkeiten in die Gesellschaft eingliedern können. Den Unterricht sollen gehörlose Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Erzieher aus Deutschland den afrikanischen Kindern geben.
Vorgesehen sind ein Neubau von Schule und Berufsschule, in der die Kinder auf einen späteren Beruf vorbereitet werden können. Schulisches und berufliches Wissen fördern die Entwicklung der einzelnen Gehörlosen und tragen auch zur Entwicklung des Landes bei. Noch immer liegt die Arbeitslosenquote der Gehörlosen bei 92 Prozent!
Primitive Schlafräume der Gehörlosenschule. Bwanda in Masaka - Uganda
Aufruf zur Hilfe
Damit Eltern und Kindern die lange und teure Reise nach Kampala erspart bleibt, sollten die Kinder eine Schule in der Region besuchen können. Für die neue Schule mit Berufsschule werden 200.000 Mark benötigt. Eine kleine Spende von zum Beispiel 20 Mark helfen, diesen Beitrag zusammen zu bekommen. Auch eine Patenschaft mit einem selbst bestimmten monatlichen Beitrag ist möglich. So kann jeder Pate mit seiner regelmäßigen Spende zu einer festen Säule im Kreis vieler Helfer werden. Die gehörlosen Freunde in Uganda sind für jede gespendete Mark dankbar. Die Spende ist Hilfe zur Selbsthilfe! Sie hilft gehörlosen Kindern, in einer menschenwürdigen Zukunft zu leben. Spender übernehmen eine humanitäre Verantwortung für die in Not geratene Menschen auf dieser Welt - eine Aufgabe, die uns alle angeht!
Spendenkonten
Seit März 2001 ist das Afrika-Projekt beim Landesverband Bayern der Gehörlosen e.V. untergebracht, der diese Aufgabe unterstützt.
Spendenkonto beim Landesverband Bayern:
Sonderkonto Afrikaprojekt
Bank für Sozialwirtschaft München
Konto: 7803303
BLZ: 700 205 00
Verwendungszweck: Hilfe für St.Mark VII Unit School for the Deaf in Bwanda/Uganda
Spendenkonto bei der Karlheinz Böhm-Stiftung "Menschen für
Menschene.V."
Sparkasse München
Konto: 18180018
BLZ: 701 500 00
Verwendungszweck: Hilfe für Alpha-School for the Deaf in Addis Abeba/Äthiopien
Mit der Karheinz Böhm-Stiftung habe ich Kontakt aufgenommen. Die Mitarbeiter dieses Projekts möchten zuerst die Schule in Addis Abeba besichtigen und herausfinden, welche Hilfe die Gehörlosenschule benötigt.
Wer eine Spendenbescheinigung wünscht, sollte sich bitte an den Landesverband Bayen der Gehörlosen e.V. wenden und bitte die Anschrift des Absenders nicht vergessen.
Das neue Schulgebäude ist fertig. Für den Innenausbau fehlt das Geld
Info-Veranstaltungen
Ich bin gerne bereit, in den Vereinen und bei Kofos einen Vortrag mit Video-Vorführung über meinen Aufenthalt bei den afrikanischen Gehörlosen abzuhalten. Bitte wenden Sie sich an:
Gerhard Ehrenreich
Kopenhagenerstraße 21
97084 Würzburg
Fax: 0931 / 68698
E-Mail: g.ehrenreich@web.de
Tun Sie was Gutes: Helfen Sie den Gehörlosen in Uganda und Äthiopien!
Für Ihre Spende vielen Dank!